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Leistenbruch-Forum.de

Positiver Erfahrungsbericht (TAPP-Methode)
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10.04.16 19:11
Owlaad 

Positiver Erfahrungsbericht (TAPP-Methode)

Hallo,

auch ich möchte einen positiven Erfahrungsbericht hier hinterlassen.

Ich bin mit 25 Jahre alt (Männlich) und habe mir vor etwa zehn Jahren einen Leistenbruch zugezogen. Seither hatte ich immer eine Beule am Schambein, die ich wegdrücken konnte. Nach einiger Zeit hat sich der Bruch vergrößert, sodass das Eingeweide auch in den rechten Hodensack rutschte und dieser immer wieder angeschwollen ist.

Anfang diesen Jahres hat der rechten Hodensack beim Geschlechtsverkehr angefangen zu schmerzen, weil der Bruchsack in ihm war. Ergo habe ich meinen Urologen aufgesucht, der mir dann die Leistenhernie diagnostizierte und mich an ein Krankenhaus mit einem sehr guten Hernienzentrum überwies.
Dort haben mich am 26. Januar 2016 zwei Ärzte unabhängig untersucht, die dann noch einen kleinen Leistenbruch auf der linken Seite festgestellt haben. Der rechte (indirekte) Leistenbruch hatte einen Durchmesser von ca. 4 cm.
Mir wurde empfohlen, mich minimal-invasiv operieren zu lassen (TAPP-Methode mit Netz), weil ich mit der Methode schneller wieder fit sein würde und die Rückfallquote ziemlich gering sei. Eine Stunde später wurde mir Blut abgenommen und die Anästhesieärztin hat mich über die Risiken der Vollnarkose aufgeklärt.

Sechs Wochen später, am 07.März 2016, wurden meine Leistenbrüche operiert. Die OP hat 110 Minuten gedauert, weil eben beide Seiten geflickt worden sind.
Einen Tag später durfte ich das Krankenhaus bereits verlassen und mich Zuhause weiter auskurieren. Ich wurde für zwei Wochen krankgeschrieben. Die Schmerzen in den ersten 5-6 postoperativen Tagen waren sehr stark, weil der Bauch während der OP mit CO2 aufgeblasen wird, um das Operationsgebiet zu vergrößern. Diese Luft hat kolikartige Schmerzen verursacht. Die Leisten an sich haben nicht geschmerzt, nur Lachen oder Husten war fies.
Ab der zweiten Woche ging es mir bereits deutlich besser und ich konnte auch schon wieder normal gehen, was in der ersten Woche nur schwer möglich war, weil der Bauch noch mit Luft gefüllt war. Nach 1,5 Wochen war die ganze Luft schon wieder abgebaut.
Schmerzmittel habe ich postoperativ vier Tage genommen, danach brauchte ich sie nicht mehr. Außerdem habe ich bis sechs Tage nach der OP ein leichtes Abführmittel eingenommen, um den Stuhl aufzuweichen, damit ich beim Stuhlgang nicht pressen musste.

Fünf Wochen nach der OP geht es mir sehr gut. Ich spüre ab und an und noch ein leichtes Ziehen an der rechten Leiste, was aber vollkommen normal ist. Ich bin schmerzfrei und die drei kleinen Narben sind kaum sichtbar.
Ich gehe wieder voll arbeiten. Auf das Fitnessstudio verzichte ich allerdings noch einige Wochen, bis das ganze gut verheilt ist. Danach kann ich wieder mit einem leichten Training anfangen.

Ich hoffe, dass einigen dieser Post Mut gemacht hat. Geht am besten in ein Krankenhaus, wo es ein Hernienzentrum mit erfahrenen Ärzten auf diesem Gebiet gibt.

Zuletzt bearbeitet am 10.04.16 19:12

22.07.16 07:06
Hans 
Re: Positiver Erfahrungsbericht (TAPP-Methode)

Eine kleine Ergänzung. Mein Chirurge hat auf Nachfrage gesagt, das Netz ist nach 14 Tagen eingewachsen und nach 4 Wochen vollständig eingewachsen. Bei der Ultraschall Untersuchung am Tag nach der OP wurde mir gesagt ich könne sofort voll belasten. Ich mache seit dem 3 Tag wieder vorsichtig Sport und habe die Belastung langsam gesteigert ich habe keinerlei Probleme. Die Kohlensäure baut sich mit Bewegung wahrscheinlich auch schneller ab.

23.10.17 09:35
TheDude 
Re: Positiver Erfahrungsbericht (TAPP-Methode)

Also eigentlich baut das Gas sich nach 1-2 Tagen ab. Ich hatte eigentlich sofort nach der OP einen flachen Bauch. Die Schmerzen sind ganz normale Wundschmerzen, schaut euch mal ein Video einer TAPP Operation an, dann wisst ihr wie viel Gewebe da verheilen muss.

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